Michael Börgerding wird Intendant am Theater Bremen
Der Präsident der Hochschule, Prof. Elmar Lampson, gratuliert Michael Börgerding herzlich zu seiner Wahl: "Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe viel Glück und Erfolg. Für die HfMT und für mich persönlich stellt sein Wechsel nach Bremen einen großen Verlust dar. Herr Börgerding hat eine außerordentlich glückliche Hand beim Aufbau der 2005 neu gegründeten Theaterakademie gehabt. Er hat neue Strukturen geschaffen, die sich inzwischen sehr bewährt haben, die Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge bis zur Akkreditierung gebracht, und mit dem Festival „Finale“ ist es ihm gelungen, der Theaterakademie eine große öffentliche Ausstrahlung zu geben. Ich freue mich sehr, dass Michael Börgerding uns als Professor für Dramaturgie auch weiterhin verbunden bleibt. Dass die Findungskommission in Bremen sich für Michael Börgerding entschieden hat, ist auch ein Beleg dafür, welch guten Ruf die Theaterakademie und ihre Absolventen sich unter seiner Leitung weit über Hamburg hinaus erworben haben."
Michael Börgerding dazu: "Ich arbeite mit den jungen Studierenden und engagierten Kolleginnen und Kollegen der Theaterakademie wahnsinnig gerne zusammen und bin sehr stolz auf das, was wir in den fünf Jahren zusammen erreicht haben. Dafür möchte ich mich bei allen aus tiefstem Herzen bedanken. Insbesondere gilt mein Dank Elmar Lampson für sein großes Vertrauen mir und meiner Arbeit gegenüber. Ein großes Ziel bleibt aber - und das möchte ich zusammen mit dem Präsidium der Hochschule in den nächsten zwei Jahren weiter intensiv verfolgen - der Einzug in den dringend notwendigen Neubau eines Theaterakademiegebäudes in der Gaußstraße im Sommer 2012."
Prof. Michael Börgerding übernimmt ab dem 1. August 2012 die Position des Generalintendanten am Theater Bremen. Börgerding ist derzeit Direktor der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
mehr... Baal-Ensemble gewinnt beim Schauspielschultreffen
"Baal" war der Favorit beim 21. Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudenten in Leipzig. Mit der Brecht-Inszenierung von Samuel Weiss landete der dritte Jahrgang der Hamburger Theaterakademie im Wettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses an der Hochschule für Musik und Theater "Felix-Mendelssohn Bartholdy" einen Volltreffer.?Obwohl die Konkurrenz stark war, behauptete sich der Hamburger Schauspielnachwuchs gegen 18 Konkurrenten souverän. Die Studenten zeigten in ihrer mit dem Schauspielhaus koproduzierten Abschlussproduktion, wie mehrere Kunstuniversitäten auch, eine Inszenierung mit betont chorischen Elementen und Rollen, die von einem Darsteller zum nächsten gegeben wurden. Sie profilierten sich dabei durch eine glaubwürdige, aufeinander eingespielte, großartige Ensembleleistung.? Die vielstimmig dargestellte und auch in Liedern wunderbar harmonisch gesungene Suche nach den ekelhaften und liebenswerten Charakter-Facetten des "baal" begeisterte Publikum wie Fachjury. Die Juroren vergaben den Max-Reinhardt-Preis des österreichischen Bundesministers für Kultur, die mit 10 000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung für Ensembles, an die acht jungen Schauspieler. Sie lobten das amüsante und clevere Spiel mit Männer- und Frauenbildern und befanden: "Das war in unseren Augen ohne lange Diskussion die kompletteste, geschlossenste, freieste, schönste Aufführung dieser Woche."
Der Max-Reinhardt-Preis geht an acht Schauspielstudierende der Theaterakademie mehr... Kaltstart Hamburg 2010
KALTSTART HAMBURG 2010: Was im Jahr 2009 als lose Kooperation unter dem Motto „Hier braut sich was zusammen“ begann, setzen wir nun fort: Aus den vier Festivals KALTSTART PRO | FINALE | FRINGE | YOUNG STAR ist eine Plattform für den Nachwuchs entstanden, die in ihrer Form einmalig ist. KALTSTART HAMBURG 2010 ist Sprungbrett, Messe und Forum für junge Talente. Es zeigt alle Facetten der Darstellenden Künste: von Sprechtheater bis Tanz, von Autorenlesungen bis zu experimentellen Aufführungen und Open-Air Streetart.
Wenn die Theater in die Sommerpause gehen, findet mit über 100 Produktionen, 1.000 Künstlern und 5.000 Gästen die größte und wichtigste Plattform für den deutschsprachigen Theaternachwuchs vom 12. bis 25. Juli in Hamburg statt. Anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg-Prag“ wird es erstmals Gastproduktionen geben, die am Montag, den 19. und Dienstag, den 20. Juli einen Einblick in die junge Prager Theaterszene bieten.
Zu einer Präsentation des Theaternachwuchses gehören auch die Dramatikerinnen und Dramatiker, die die neue Theatergeneration entscheidend mitprägen. Daher präsentiert die AUTORENLOUNGE am Freitag, den 16. und Samstag, den 17. Juli 12 junge aufregende Schreibende, die auf ungewöhnliche Weise neuere und neueste Theaterliteratur dem Festivalpublikum darbieten werden.
Alles Weitere finden Sie auf Kaltsart-Homepage unter www.kaltstart-hamburg.de Finale 2010, das Festival der Theaterakademiue, ist Teil von Kaltstart Hamburg 2010 mehr... Gerettet? - Wissenschaftliche Arbeit über die Regieausbildung an der Theaterakademie Hamburg erschienen Ellen Waniek in ihrem Vorwort: "Bezüglich des lokal-spezifischen Forschungsfeldes muss an dieser Stelle des Weiteren erwähnt werden, dass über den allgemeinen Standort Deutschland und seiner Theaterlandschaft hinaus eine Räumlichkeit im Mittelpunkt des Interesse steht, die sich während ihres zwanzigjährigen Bestehens als Ausbildungsort, als soziale wie kulturelle Institution, als Schutzraum und öffentliche Plattfornm zugleich, etabliert und profiliert hat: die Theaterakademie Hamburg. Ihr Studiengang Schauspieltheater-Regie hat einige der heute renommiertesten Regisseurinnen und Regisseure im deutschsprachigen, institutionalisierten Theaterbetrieb hervorgebracht, wie beispielsweise Nikolas Stemann, Falk Richter, Friederike Heller, Jorinde Dröse, Hannah Rudolph, Roger Vontobel, Julia Hölscher oder Jette Steckel. Der Erfolg des Regie-Instituts sowie seine konzeptionelle Entwicklung legitimieren die im Rahmen der Forschungsarbeit notwendig durchzuführende Wahl dieser Akademie, ihrer Absolventen und deren Arbeiten als Materialien der Analyse." Die Theaterwissenschaftlerin Ellen Waniek hat ein Buch geschrieben über neue Entwicklungen im Regietheater und widmet sich dabei zentral drei Inszenierungen der letzten Spielzeit von Julia Hölscher, Roger Vontobel und Jette Steckel, alle drei erfolgreiche Absolventen der Theaterakademie. Es ist unter dem Titel "Gerettet. Spiegelungen des prekären Sinn-Subjektes im jungen deutschen Regietheater" in der Reihe "Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft" im Tectum Verlag erschienen. mehr...